Rohre, Wellen und Druckstrukturen
Rohre, Antriebswellen und Druckstrukturen müssen häufig Innendruck, Biegung und Torsion gleichzeitig aufnehmen. Beim thermoplastischen Wickeln werden die UD-Tapes unter definierten Faserwinkeln abgelegt und gezielt auf diese Belastungen abgestimmt. So entstehen leichte, hochbelastbare und korrosionsbeständige Hohlstrukturen.
Leichtbauachsen und Roboterkomponenten
Bei Roboterarmen, Maschinenachsen und bewegten Trägern stehen eine hohe Steifigkeit, ein geringes Gewicht und ein gutes dynamisches Verhalten im Mittelpunkt. Längsorientierte Fasern tragen Biegelasten, während zusätzliche Winkellagen die Torsionssteifigkeit erhöhen. Je nach Geometrie kommen thermoplastisches Wickeln, Tapelegen oder eine Kombination mehrerer Verfahren zum Einsatz.
Lokal verstärkte Spritzgussbauteile
Bei Spritzgussbauteilen treten hohe Belastungen häufig nur in einzelnen Bereichen wie Befestigungspunkten, Lagerstellen oder Krafteinleitungen auf. Dort werden Endlosfaser-Einleger gezielt positioniert und anschließend umspritzt. So verbindet das Bauteil die hohe Steifigkeit und Festigkeit der Endlosfasern mit der Gestaltungsfreiheit und Funktionsintegration des Spritzgusses.
Flächige Strukturbauteile und Organobleche
Beim Tapelegen lassen sich flächige Laminate mit gezielt angepassten Faserorientierungen und lokalen Verstärkungen herstellen. Die konsolidierten Halbzeuge können anschließend erwärmt und zu dreidimensionalen Strukturbauteilen umgeformt werden. Dadurch entstehen leichte Schalen- und Trägerstrukturen mit hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und kurzen Fertigungszyklen.
Die geeignete Bauweise ergibt sich aus Bauteilgeometrie, Lastfall, Funktionsumfang und geplanter Stückzahl. Auf dieser Grundlage entwickeln wir einen passenden Laminataufbau und einen reproduzierbaren Fertigungsprozess.